Geht die Klage gegen Julio Iglesias in Spanien voran?
Die spanische Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass die Gerichte des Landes die Anzeige gegen den Sänger wegen Vorfälle in der Dominikanischen Republik und den Bahamas sehr wohl untersuchen können.

Der bekannte Sänger Julio Iglesias steht nach einer wichtigen juristischen Wende in Spanien wieder im Mittelpunkt der Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft hat kürzlich entschieden, dass die Gerichte des Landes, genauer gesagt der Nationale Gerichtshof (Audiencia Nacional), sehr wohl über die notwendige Zuständigkeit verfügen, um die Klage von zwei ehemaligen Angestellten zu untersuchen.
Die Klägerinnen beschuldigen den Künstler der Belästigung und des mutmaßlichen sexuellen Übergriffs, die sich angeblich im Jahr 2021 während seines Aufenthalts in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas ereignet haben sollen. Die juristische Verteidigung des Sängers hat die Vorwürfe von Beginn des Verfahrens an kategorisch bestritten und die Einstellung des Verfahrens beantragt.
Diese Stellungnahme der Staatsanwaltschaft stellt eine merkliche Änderung gegenüber ihrer vorherigen Haltung dar, da die ursprüngliche Anzeige im vergangenen Januar genau wegen einer angeblichen mangelnden Zuständigkeit auf spanischem Gebiet abgewiesen worden war. Nun wird Richter Antonio Piña über die Zukunft der Ermittlungen entscheiden.


